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Vor einiger Zeit lernte ich in einer Stadt mit ca. 15.000 Einwohnern mehrere
gläubige Ehepaare kennen. Die kirchliche Situation war äußerst
notvoll. Darum ging eines von den besagten Ehepaaren zum Gottesdienst
in eine andere Stadt, eines in eine benachbarte Großstadt, eines
besuchte die monatlichen Versammlungen eines überkonfessionellen
Missionswerkes, eines fuhr Sonntag für Sonntag in eine über
100 km entfernte Gemeinde und weitere Ehepaare ernährten sich geistlich
von Büchern, Freizeiten und besonderen christlichen Veranstaltungen.
Fehlt diesen Gläubigen nicht die Sicht für biblische Gemeinde?
Die einen halten an den fragwürdigen Großkirchen oder an der
Kompromissstruktur der Landeskirchlichen Gemeinschaften fest (in letzteren
ereignen sich gegenwärtig einige erfreuliche Umbrüche). Die
anderen flüchten in eine Art Individualfrömmigkeit und begnügen
sich, allenfalls noch in Gestalt eines Hauskreises mit anderen Kindern
Gottes Gemeinschaft zu pflegen. Solche Christen wollen durchaus an der
Autorität der ganzen Heiligen Schrift festhalten und nehmen sie für
die Gestaltung des persönlichen Lebens weithin verbindlich. Aber
alles, was die Schrift über Gemeindegründung, -aufbau und -leben
zu sagen hat, trägt für sie lediglich den Charakter einer "Kannbestimmung".
Geschichtlich gewachsene Strukturen, hinter die man nicht zurückgehen
will, und andere traditionell bedingte Argumente stehen in diesem Zusammenhang
höher als das von Gottes Geist inspirierte Wort. Könnte sich
der lebendige Gott in der oben angeführten Stadt nicht mehr verherrlichen,
wenn dort eine an der Schrift orientierte Gemeinde entstünde?
Die ideale Gemeinde gibt es auf dieser Erde nicht. Die Gemeinde Jesu ist
in dieser Weltzeit noch in unvollendetem Zustand. Weil alle Christen noch
sündigen und nicht ständig geistregiert leben, trägt auch
die Gemeinde Gottes, wo immer sie sich örtlich versammelt, unbiblische
Züge an sich. Wer davor die Augen verschließt, ist ein unnüchterner
Schwärmer.
Dennoch soll diese Schrift ermutigen, dem Vorbild des Urchristentums nachzueifern.
Wenn wir biblische Gemeinde bauen wollen, muß die Heilige Schrift
allein und hundertprozentig der Maßstab sein. Alles, was sie lehrt,
soll praktiziert werden, und alles, was im Widerspruch zur Bibel steht,
muß abgelehnt werden. Es gibt ein klar definiertes Gemeindebild
im Neuen Testament.
Das Neue Testament spricht mehr als hundert mal von der "Ekklesia"
(wörtlich: die Herausgerufenheit oder die Herausgerufenseinschaft).
Davon ist einige Male die Gesamtgemeinde aller Gläubigen während
des gegenwärtigen Zeitalters gemeint. Zum Beispiel in Matthäus
16,18: ...auf diesen Felsen will ich
meine Gemeinde bauen. Die universale Gemeinde ist identisch
mit dem Leib Christi.
Nur wiedergeborene, mit dem Heiligen Geist versiegelte Menschen gehören
dazu. Dieser weltweite Leib des Christus ist im Unterschied zu Israel
ein "himmlisches Volk". Israel war und ist Gottes irdisches
Volk. Es wurde in dieser Zeit erwählt, hat ein sichtbares Land mit
einem sichtbaren Zentrum und einer konkreten Reichserwartung hier auf
dieser Erde. Die Gemeinde des
Christus ist hingegen in ihrem Wesen nach ein "himmlisches Volk".
Sie wurde vor Grundlegung der Welt erwählt, wird jetzt in dieser
Zeit aus den Juden und aus den Nationen herausgerufen, und wird am Tag
der Entrückung in den Himmel geholt werden. Die Gemeinde Jesu ist
ein himmlischer Organismus...
Weil die Gemeinde Gottes ein geistlicher, himmlischer Organismus ist,
darf er nicht mit irdischen oder staatlichen Körperschaften vermengt
werden. In der Kirchengeschichte wurden die Weichen an dieser Stelle leider
oft falsch gestellt. Die gravierendsten Fehlentwicklungen geschahen im
4. und im 16. Jahrhundert, als die beiden großen Staatskirchen entstanden.
Gott wollte zu keiner Zeit diese unselige Verquickung von wiedergeborenen
Jüngern und formalen Taufschein-Christen. Es war nie
Gottes Wille, daß Gläubige und Ungläubige "zusammengejocht"
werden. Der Apostel Paulus schrieb: "Geht
nicht unter fremdartigem Joch mit Ungläubigen.
(2.Kor.6,14). Dieser Abschnitt bezieht sich im Kontext des 2. Korintherbriefs
zuerst auf religiöse Vermischung.
Er selbst, der auferstandene, lebendige Herr soll im Mittelpunkt der Anbetung,
des Gesanges und der Verkündigung stehen. Wenn alle Herzen auf ihn
ausgerichtet sind, wird die Gegenwart Gottes ganz real erlebbar. Dies
ist das alles entscheidende Kennzeichen einer lebendigen, biblischen Gemeinde.
Die Nähe des Herrn wird viele Glieder motivieren, die Sünde
zu meiden und in erster Linie für Christus zu leben.
Weil biblische Gemeinde Christus im Zentrum hat, besitzt sie kein irdisches
Zentrum - weder in Jerusalem, noch in Antiochia, weder in Rom, noch in
Brooklyn. Die Schrift lehrt die organisatorische, finanzielle und geistliche
Unabhängigkeit der Ortsgemeinde. Jede Art von Zentralismus birgt
Gefahren in sich. Biblische Gemeinden dulden keine andere Instanz über
sich als den auferstandenen Herrn, das Haupt der Gemeinde. Und diese örtlichen
Gemeinden sollen quasi en miniature den weltweiten Leib des Christus darstellen.
Biblische Gemeinde fällt nicht unbedingt durch eine äußere
Attraktion auf, sondern sie besitzt vielmehr eine verborgene, innere Herrlichkeit.
Die ganze Bibel zeigt uns, daß Gott nicht mit Macht und Getöse
kommt, sondern in Niedrigkeit und Unscheinbarkeit. Seine Herrlichkeit
war quasi vor den Augen der Welt verborgen. Die Stiftshütte und der
Tempel Salomos waren von außen her betrachtet eher unscheinbar.
Aber innen glänzte alles von purem Gold.
Der Prophet Jesaja beschreibt das irdische Auftreten Jesu mit den Worten:
"Er hatte keine Gestalt und keine
Pracht. Und als wir ihn sahen, da hatte er kein Aussehen, daß wir
Gefallen an ihm gefunden hätten" (Jes.53,2). Und doch
wohnte die ganze Fülle der Gottheit in ihm. Sollte die Gemeinde Christi
eine äußere Attraktion besitzen? Das wünschten sich natürlich
viele Gläubige, gerade heute in unserer weltseligen Christenheit.
Das Neue Testament zeigt aber für die Versammlung Gottes einen anderen
Weg. Der Schlüssel für das Wohlgefallen Gottes, das über
der Gemeinde von Philadelphia war, wird in dem unscheinbaren Sätzlein
erkennbar: "...denn du hast eine kleine
Kraft..." (Offb.3,8).
Die Gemeinde Philadelphia hatte eine kleine Kraft. Sie stellte nach außen
hin nichts Weltbewegendes dar. Sie war unscheinbar, von der Welt ignoriert
oder sogar verachtet. Sie besaß keine gesellschaftliche Größe.
Sie war kein Machtfaktor in dieser Welt - aber sie hatte eine verborgene,
innere Herrlichkeit! Das ist der Weg der Gemeinde Jesu durch diese Weltzeit.
Biblische Gemeinde ist eine Kontrastgesellschaft, Gottes neues Volk auf
dieser alten Erde. Es ist Gemeinde Jesu in Knechtsgestalt, oft benachteiligte
und verfolgte Gemeinde - noch nicht triumphierende Gemeinde. Gemeinde
Jesu Christi ist jetzt in diesem Zeitalter Gemeinde unter dem Kreuz.
Eine biblische Gemeinde bejaht das und strebt nichts anderes an. Sie lehrt
ihre Glieder, daß ein kompromissloses Christentum Verfolgung mit
sich bringen kann.
Diese Sicht hat auch Auswirkungen auf das Erscheinungsbild. Eine Gemeinde
sollte nicht nur nach äußeren Gesichtspunkten beurteilt werden!
Wie oft höre ich Sätze wie diese: "Die
haben ein tolles Gebäude; und ein Super-Musikprogramm; und der Lobpreis
ist spitze; und die Anspielgruppe hervorragend; und der Pastor ist so
humorvoll und spritzig; und die Predigt dauert nur 20 Minuten...
Ich fürchte, daß die Popularität zahlreicher Gemeinden
in dieser Welt mit manchen widergöttlichen Kompromissen erkauft worden
ist. Hier fehlt oft schriftgemäße Absonderung von der Welt.
Biblische Gemeinde ist ein lebendiger Organismus. Von den inneren bis
zu den äußeren Ordnungen ist Gemeinde Gottes Schöpfung,
oder sie ist eine Imitation von menschlicher Versammlung, menschlichem
Management und menschlicher Organisation. Wo der Organismus tot ist, da
lebt die Organisation. Aber jeder Organismus braucht Strukturen. Biblisches
Leben benötigt biblische Strukturen. Fragt man nach der strukturellen
Definition neutestamentlichen Gemeindelebens, wird allzu schnell mit Apg.
2,42 geantwortet: "Sie verharrten
aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des
Brotes und in den Gebeten." Die hier genannten Elemente gehören
zwar unbedingt zu einer neutestamentlichen Gemeinde, aber wer nur diese
vier nennt, erhält eine verkürzte Definition, die dann vielleicht
auch auf "Kirchengemeinden" oder landeskirchliche Gemeinschaften
zutrifft. Es bewahrheitet sich hier einmal mehr die Erkenntnis: Ein
Vers allein kann leicht falsche (oder unzureichende) Lehre ergeben - die
ganze Schrift ergibt die richtige Lehre.
Ich erkenne in der Bibel folgende unverzichtbare Elemente für neutestamentliches
Gemeindeleben.
In der Reihenfolge ist keine Wertigkeit enthalten; die Aufzählung
erhebt auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.
Gemeindeleitung durch Älteste, unterstützt durch Diakone
(Apg.14,23; 1.Tim.3,1-13);
Zurüstung der Christen durch Evangelisten, Hirten und Lehrer
(Eph. 4,11-12);
Praktisches Priestertum aller Gläubigen ohne Unterscheidung
des Leibes Christi in
Klerus (Bischöfe, Priester, Pfarrer, Pastoren, Berufsprediger, etc.)
und Laien
(gläubiges Fußvolk) (Matth.23,8; 1.Petr.2,9);
Lehre der Apostel, Gemeinschaft, Brotbrechen, Gebet (Apg.2,42);
Taufe der Gläubigen durch Untertauchen (Matth.28,19; Eph.4,5);
Einsatz der Geistesgaben aller Glieder (Röm.12,6-8; 1.Kor.12,12-27);
Aktiver Einsatz der Gemeinde in Mission, Evangelisation und Diakonie
(Apg.1,8;
6,1-7; 1.Tim.5,8-10);
Gemeindedisziplin (Matth.18,15-20; 1.Kor.5,1-13);
Keine Vermischung mit staatlichen und staatskirchlichen Organisationen
(2.Kor.6,14-
18; 2.Tim.3,1-5);
Wo Gottes Geist Raum hat, verändern sich zunächst die Herzen,
dann aber auch unbiblische Strukturen. Strukturen schaffen zwar kein Leben,
doch können falsche Strukturen die Entfaltung geistlichen Lebens
aufhalten. Nach meiner Beobachtung ist es besonders hinderlich, wenn sich
ordinierte Vollzeitliche zu unentbehrlichen Amtspersonen machen.
Was hindert uns, umzudenken und konsequent zu dem biblischen Gemeindemodell
zurückzukehren?
Über das Zusammenkommen der Gemeinde lehrt der Apostel Paulus hauptsächlich
in 1. Kor.11-14. Wenn ich diesen Abschnitt richtig verstehe, liegt der
Schwerpunkt aller gemeindlichen Zusammenkünfte auf folgenden drei
Elementen: Christen wollen ihren Gott und Vater anbeten (nach oben), sie
wollen einander auferbauen durch die verständliche Weitergabe des
Wortes Gottes (zur Seite) und sie wollen sich zurüsten lassen, um
hinauszugehen und dieser sterbenden Welt das Evangelium zu bringen (nach
außen). William MacDonald schreibt in seinem Kommentar zum Neuen
Testament: Die Gemeinden waren in
erster Linie geistliche Häfen für Gläubige als Zentren
zur Erreichung der Verlorenen. Die Gemeindeaktivitäten drehten sich
um das Brechen des Brotes, die Anbetung, das Gebet, das Bibelstudium und
die Gemeinschaftspflege.
Nach meiner Erkenntnis sind die Zusammenkünfte der Gemeinde keine
Evangelisationsveranstaltungen. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch!
Wir sollten unbedingt evangelisieren, in persönlichen Bibelstudien,
in evangelistischen Hauskreisen, in speziellen missionarischen Einsätzen,
an Offenen Abenden und Fachvorträgen, auf Straßen
und Plätzen, unter Randgruppen und in Gefängnissen...
Aber warum unbedingt in den Zusammenkünften, die Gott in seiner Weisheit
für Christen vorgesehen hat? In unserem Land kann man weithin folgende
parodoxe Situation beobachten: In den Kirchen sitzen überwiegend
Ungläubige, die allerdings weithin als Christen angesprochen werden
und denen quasi Heiligung gepredigt wird, und in den Gemeinden sitzen
zu einem ganz großen Teil Gläubige - und die werden ständig
evangelisiert. Das entspricht nicht dem biblischen Standard. Wenn Paulus
in 1. Kor.14,23-25 von Unkundigen schreibt, die hereinkommen könnten,
so verwendet er sprachlich die Möglichkeitsform. Es steht nicht da,
daß Nichtchristen in die Versammlung der Gemeinde eingeladen oder
gar ganze Versammlungen auf solche Besucher ausgerichtet werden sollen.
Ich bin in großer Sorge, daß auf diese Weise aus Gottes
Heiligtum ein Vorhof gemacht wird.
Jesus Christus gab den Auftrag, Menschen zu Jüngern zu machen und
in seiner Lehre zu unterweisen (Matth.28,18-19). Darum glaube ich persönlich,
daß in einer biblischen Gemeinde alle Bereiche auf Multiplikation
ausgerichtet werden sollen. Die Zahl der Bekehrten soll multipliziert
werden durch Evangelisation. Die Zahl der Jünger soll multipliziert
werden durch Jüngerschulung. Die Zahl der Mitarbeiter soll multipliziert
werden durch Schulung und Zurüstung der Mitarbeiter - sei es in der
Kinderarbeit, Sonntagsschularbeit, Hauskreisarbeit, Seelsorgearbeit, oder
sei es im Verkündigungs-dienst der Brüder. Und die Zahl der
Leiter soll multipliziert werden durch das Heranbilden von neuen, bewährten
Leitern.
Genau an dieser Stelle sehe ich eine große Schwachstelle in vielen
Gemeinden. Zu wenige machen zu viel - und zu viele machen zu wenig! Das
ist aber nicht biblisch. Paulus schreibt an Timotheus: "Was
du (2) von mir (1) gehört hast, ... das vertraue treuen Menschen
(3) an, die tüchtig sein werden, auch andere (4) zu lehren"
(2.Tim.2,2). Nach diesem Grundsatz sollte jede biblisch ausgerichtete
Gemeinde handeln.
Jemand beschrieb die heutige Situation einmal folgendermaßen: Wie
viele Gemeinden gleichen heute eher einem Vergnügungsdampfer, der
im sicheren Hafen vor sich hin dümpelt, auf dem die Gläubigen
in der Sonne liegen und die Hauptamtlichen kühle Getränke servieren.
Biblische Gemeinde ist aber ein Rettungskreuzer! Die Geretteten wollen
aus Dankbarkeit ihrem Herrn dienen und die Verlorenen aus der eisigen
See bergen. Gemeinden, in denen ein Großteil der gesunden
Christen keine konkreten Aufgaben wahrnehmen, entsprechen nicht dem Konzept
der Heiligen Schrift.
Die Gemeinde Jesu wird im Neuen Testament u.a. als Familie Gottes
bezeichnet (Eph. 2,19). Warum ist es notwendig, sich einer solchen geistlichen
Familie anzuschließen?
Wenn Christen im ersten Jahrhundert von einer Stadt in die andere
zogen, schlossen sie sich umgehend einer dortigen Gemeinde an (Röm.16,3-5;
2.Tim.4,19).
In der "Familie Gottes" werden die Gläubigen durch
die Gemeinschaft mit anderen Christen gestärkt und können sich
am Vorbild reifer Jünger Jesu orientieren. Sie erhalten Trost und
Ermutigung in schweren Lebenslagen.
Christen beten füreinander und helfen sich gegenseitig in
praktischen Dingen. In der Welt weht ein zunehmend rauherer Wind; biblische
Gemeinden sind jedoch Oasen der Liebe, Wärme, Geborgenheit und Anteilnahme.
Die Gemeinde stellt als "Herde Gottes" (1.Petr.5,2) auch
einen echten Schutzfaktor dar. "Solochristen" fallen leichter
unter die Wölfe (Apg.20,29) und in die Dornen.
Nach dem Neuen Testament ist es undenkbar, daß jemand Christ ist,
aber zu keiner örtlich versammelten Gemeinde gehört. Menschen
brauchen Christus, um errettet zu werden - Christen brauchen eine biblische
Gemeinde, um im Glauben zu wachsen und fest zu werden. In der Apostelgeschichte
lesen wir mehrmals: "...sie wurden
hinzugetan zu der Gemeinde..." (Apg.2,41; 2,47; 5,14).
Die Heilige Schrift spricht sich grundsätzlich gegen eine Mitgliedschaft
in zwei verschiedenen Gemeinden aus. So wie man nur mit einem
Partner verheiratet sein kann, so kann man auch nur zu einer Gemeinde
gehören. Wo Gläubige eine Doppelmitgliedschaft praktizieren,
sind sie meistens geteilten Herzens und lassen die Hingabe an ihre geistliche
Familie" vermissen.
Es wäre sinnlos, die vollkommene Gemeinde suchen zu
wollen. Aber es gibt wichtige Kriterien, auf die Sie achten sollten:
Wird das Wort Gottes bibeltreu verkündigt und gelebt?
Besitzt die Gemeinde Ziele? Wird dem Gebet ein großer Stellenwert
eingeräumt?
Hat jeder Christ die Möglichkeit, aktiv in der Gemeinde mitzuarbeiten?
Werden Kinder und Jugendliche ihrem Alter entsprechend unterwiesen?
Gibt es eine Sicht für Evangelisation und Weltmission?
Liebe Leserin, lieber Leser, darf ich Sie zum Schluss persönlich
ansprechen? Ich weiß nicht, wie Sie zum Thema Gemeinde
stehen - Ist Gemeinde Wunschtraum
oder Wirklichkeit für Sie? Es ist mein aufrichtiges
Anliegen, daß Gott Ihnen die Augen öffnet für die Bedeutung
und Herrlichkeit der Gemeinde Jesu Christi. Lassen Sie sich zum verbindlichen
Anschluss an eine biblische Versammlung anspornen! Gott segnet jeden Gehorsamsschritt.
Er wird Ihnen den richtigen Platz zeigen. Mein Gebet ist, daß er
mir und Ihnen, lieber Leser, ein brennendes Herz für Christus und
seine Gemeinde schenkt.
Dem aber, der über alles hinaus
zu tun vermag, über die Maßen mehr, als wir erbitten oder erdenken,
gemäß der Kraft, die in uns wirkt, ihm sei die Herrlichkeit
in der Gemeinde und in Christus Jesus auf alle Geschlechter hin
in alle Ewigkeit! Amen. (Epheser 3,20-21)
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