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Das Matthäusevangelium berichtet, wie Jesus einmal seine Jünger
ein Stückchen zur Seite nahm und eine Meinungsumfrage durchführte:
»Was sagen die Leute, wer ich sei?
Für wen halten sie mich?« Dann kamen die Antworten.
Johannes der Täufer, Elia, Jeremia oder einer der Propheten. Die
Liste der Meinungen über Jesus von Nazareth wurde im Laufe der Jahrhunderte
immer länger. Für viele heute lebende Menschen war er nur ein
Religionsstifter wie Buddha, Konfuzius oder Mohammed. Für manche
war er der erste Hippie, der mit langen Haaren und wallendem Bart durch
die Gegend gelaufen ist. Nicht wenige sehen in Ihm den Sozialrevolutionär,
der eine bessere Gesellschaft schaffen wollte und dann aber an irgendwelchen
Strukturen scheiterte, ein Idealist, der bereit war für seine Idee
den Märtyrertod zu sterben. Manche halten Ihn für einen Menschen
mit besonderen Fähigkeiten, vielleicht für einen Wundertäter
mit einem Herz für Schwache. Und wieder andere meinen, er sei ein
Genie der Menschlichkeit gewesen, vielleicht der beste Mensch, der je
über diese Erde ging.
Alle streiten um die Identität Jesu. Die Theologen zerbrechen sich
den Kopf, die Philosophen grübeln, und sogar die Naturwissenschaftler
fragen: Wer ist dieser Jesus von Nazareth? Aber Christus fragte damals
weiter: »Ihr aber, was sagt denn
ihr, wer ich bin?« Mit anderen Worten: Es ist gar nicht so
wichtig, was in diesem oder jenem Buch über Jesus steht, was Rudolf
Augstein oder die Bild-Zeitung von Jesus hält. Wir selbst müssen
eine Antwort auf die Frage finden:
Der bekannte deutsche Theologe Heinz Zahrnt schrieb ein Buch mit dem Titel:
»Es begann in Nazareth«.
Aber das ist sachlich falsch. Das Leben Jesu begann weder in Nazareth
noch in Bethlehem, sondern Er war von Ewigkeit her bei Gott. Von dort
kam Er aus Liebe zu uns Menschen auf die Erde. Christus lebte schon vor
seiner Geburt. Er selbst sagte einmal im Gespräch mit jüdischen
Theologen: »Ehe Abraham war, bin
ich« (Johannes 8,58). Das kann kein anderer ernsthaft von
sich behaupten.
Das ist ebenfalls einzigartig in der Geschichte. Hinter Jesus stehen viele
nachweisbare, erfüllte Prophezeihungen, während keiner der Religionsstifter
auch nur eine einzige aufzuweisen hat. Der Prophet Micha nannte um 500
vor Christus den Geburtsort Bethlehem. Der Prophet Jesaja weissagte 700
vor Christus, dass Jesus vornehmlich in Galiläa öffentlich wirken
würde und dass er viele Kranke, Blinde und Aussätzige heilen
würde. Sacharja prophezeite, dass Jesus für 30 Silberstücke
verraten werden würde. In den Psalmen steht, dass der Verrat durch
einen Vertrauten geschehen würde. Jesaja wiederum beschreibt bis
ins Detail die Art und Weise seines Leidens und Sterbens, inklusive der
Bitte um Vergebung für seine Mörder. Und auch die Auferstehung
Jesu wurde bereits Jahrhunderte zuvor im Alten Testament prophezeit und
hat sich im Detail erfüllt. »Er
sprach aber zu ihnen: Dies sind meine Worte, die ich zu euch redete, als
ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muß, was über
mich geschrieben steht in dem Gesetz Moses und den Propheten und Psalmen«
(Lukas 24,44).
In den heiligen Büchern der anderen Religionen wurde über keinen
der Religionsstifter je zuvor eine prophetische Aussage gemacht - geschweige
denn eine, die sich auch noch erfüllt hätte. Der amerikanische
Theologe D.M. Panton schreibt: »Nur
von einem Menschen in der gesamten Weltgeschichte gibt es ausdrückliche,
genau vorhergesagte Einzelheiten über seine Geburt, sein Leben, seinen
Tod und seine Auferstehung. Diese Ausführungen sind in Dokumenten
aufgezeichnet, die der Öffentlichkeit Jahrhunderte vor seinem Erscheinen
zugänglich waren ... Das Herausfordernde an dieser Tatsache ist,
dass es in der gesamten Weltgeschichte nur mit einem einzigen Menschen
so geschah.«
Vielleicht überrascht Sie dieser Satz. Doch die Heilige Schrift bezeugt
eindeutig, dass der Erlöser der Welt von einer Jungfrau geboren wurde.
Maria war unberührt. Jesus wurde nicht von Josef, sondern durch den
Heiligen Geist gezeugt. Darum kam er ohne die negative Hypothek vererbter
Sünde zur Welt. »Und der Engel
antwortete und sprach zu ihr (Maria): Der Heilige Geist wird über
dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten;
darum wird auch das Heilige, das geboren werden wird, Gottes Sohn genannt
werden« (Lukas 1,35). Warum ist diese Aussage so wichtig?
Nur ein Schuldloser konnte stellvertretend für die Schuldigen sterben.
Wenn Josef der biologische Vater Jesu gewesen wäre, dann hätte
kein Mensch durch den Tod Christi erlöst werden können.
Wer von den Religionsstiftern und Sektengründern wollte das von sich
behaupten? Konfuzius, Buddha und Mohammed waren sündige Menschen
wie wir. Sie hatten Fehler und kannten Versagen. Allein Christus blieb
ohne Sünde. Keiner konnte Ihm auch nur eine einzige Übertretung
der guten Gebote Gottes nachweisen, obwohl es eine ganze Menge Leute ständig
versuchten. Jesus Christus kannte keine Sünde. Aber wo immer Er Böses
oder Ungerechtigkeit fand, da deckte Er diese Dinge schonungslos auf und
verurteilte sie ohne Furcht. Das war mehr als nur Zivilcourage! Jesus
von Nazareth war ganz anders als wir. Er kam vom Himmel. Egoismus, Machtdenken,
Rechthaberei und Ehrsucht kannte Er nicht. Sein Leben war eine ununterbrochene
Saat der Liebe.
Auf der einen Seite war Jesus ganz Mensch. Er hatte Hunger, so wie wir
Hunger haben. Er spürte Einsamkeit, so wie wir Einsamkeit spüren.
Die Bibel sagt, dass Er in Versuchungen kam wie wir - doch ohne Sünde!
Das ist die andere, die göttliche Seite. Jesus Christus war nicht
Gott oder Mensch, sondern Gott und Mensch zugleich. Er war und ist der
Gott-Mensch, wahrer Gott und wahrer Mensch zugleich. Das ist das Geheimnis
seiner Person. Niemand von uns kann jetzt noch sagen:
»Gott versteht mich nicht!« Denn der große lebendige
Gott wurde in Jesus Christus Mensch. Er kam quasi in unsere Haut und stieg
in unsere Schuhe. Das Neue Testament drückt es so aus: »Denn
wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid haben könnte
mit unseren Schwachheiten, sondern der in allen Dingen versucht worden
ist wie wir, doch ohne Sünde« (Hebräer 4,15).
Wer ist Jesus Christus? Er ist der Mensch gewordene Gott, der uns liebt
und der uns wirklich versteht.
Es ist eigenartig. Er studierte nie Geschichte, aber seit seiner Geburt
teilt man die Geschichte zeitlich ein in »vor Christus« und
»nach Christus«. Er studierte nie Medizin, aber Er heilte
mehr kranke Leiber und gebrochene Herzen als alle Ärzte. Er studierte
nie Jura, aber keiner war gerechter als Er. Er schrieb nie ein Buch, aber
über niemanden wurden so viele Bücher geschrieben wie über
Ihn. Er besaß keine rhetorische Ausbildung, aber seine Zuhörer
riefen aus: »Niemals hat ein Mensch
so geredet wie dieser Mensch« (Joh.7,46). Er komponierte
soweit wir wissen nie ein Lied, aber über niemanden wurden so viele
Lieder komponiert wie über Ihn. Er gründete nie eine eigene
Familie, aber niemand machte so viele Familien glücklich wie Er.
Er befehligte nie eine Armee, aber niemand hatte je so viele Freiwillige
wie Er. Doch das alles ist letztlich nicht entscheidend.
Er blieb sein Leben lang Gott gehorsam bis zu seinem letzten Atemzug am
Kreuz. Nachdem er das alttestamentliche Gesetz vollkommen erfüllt
hatte, starb er ohne eigene Schuld für Ihre und meine Sünden.
Jede Lüge, jeden Diebstahl, jede Unversöhnlichkeit, jede Heuchelei
und jede andere Übertretung lud Jesus stellvertretend für uns
auf sich. Er starb mit dem Ausspruch:
Das Ringen der Religionsstifter und Sektenführer hingegen blieb erfolglos.
Die letzten Worte Buddhas beispielsweise sollen gelautet haben: »Ich
habe es nicht geschafft!« Wie sollte er es auch geschafft
haben! Er war ein Mensch wie Sie und ich. Er hieß mit bürgerlichem
Namen Gautama Shakiamuni. Die Religion, die er gründete, der Buddhismus,
ist die härteste Selbsterlösungsreligion, die es auf diesem
Erdboden gibt. Ich betone das, weil heute so viele Menschen mit den anderen
Religionen sympathisieren. Aber ich möchte mit Wolfgang Dyck ausrufen:
»Wenn alle Religionen gleich gültig
sind, dann sind sie mir alle gleichgültig!«
Buddha ist seit ca. 480 vor Christus tot. Konfuzius starb wenig später,
und Mohammed wurde 632 nach Christus zu Grabe getragen. Aber Jesus lebt!
Er ist wahrhaftig auferstanden. Nicht im Glauben, wie manche behaupten,
sondern geradezu gegen den Glauben seiner resignierten Jünger!
Nicht ins »alte Leben« zurück wie Lazarus und andere,
die er selbst auferweckt hatte, sondern nach vorne zum ewigen Leben hin.
Nicht mit dem alten Leib, sondern verwandelt in eine neue Existenzwirklichkeit,
in einen neuen Körper, der nicht mehr an Raum und Zeit gebunden war
und ist. Der Arzt Lukas schreibt in der Apostelgeschichte: »Diesen
hat er sich auch nach seinem Leiden als der Lebendige gezeigt, indem er
sich vierzig Tage unter ihnen sehen ließ und über die Dinge
redete, die das Reich Gottes betreffen« (Apostelgeschichte
1,3).
Professor Simon Greenleaf von der Harvard University untersuchte als neutraler
Wissenschaftler jahrelang das Phänomen der Auferstehung. Er kam schließlich
zu dem Ergebnis, dass die Auferstehung Jesu historisch besser belegt sei
als beispielsweise die Schlacht von Waterloo. Kein Zweifel, Kreuz und
Grab waren leer. Der Gekreuzigte wurde auferweckt. Jesus Christus lebt!
Der Kirchengeschichtler Scott Latourette schrieb: »Mißt
man dieses kurze Leben an den Früchten, die es in der Geschichte
gebracht hat, dann war es das Leben, das auf diesem Planeten den größten
Einfluß ausgeübt hat ... Durch Ihn wurden Millionen einzelner
Personen verändert und begannen, ein Leben zu führen, das Er
exemplarisch vorgelebt hatte. Aufgrund der eingetretenen Veränderungen
wurden die Geburt, das Leben, der Tod und die Auferstehung Jesu zu den
wichtigsten Ereignissen der Menschheitsgeschichte. Gemessen an seinem
Einfluß ist Jesus Christus der Mittelpunkt der menschlichen Geschichte.«
Wissen Sie, dass Sie eines Tages vor Ihm stehen werden? Jesus Christus
wird sichtbar wiederkommen! Die Anführer der Religionen sind tot.
Sie können beim besten Willen nicht mehr erscheinen. Doch Christus
sitzt an der rechten Seite Gottes und bereitet seine Wiederkunft vor.
So gewiß wie er damals in Armut und Niedrigkeit kam, um die Schuldfrage
einer verlorenen Menschheit zu lösen, so gewiß wird er in großer
Herrlichkeit wiederkommen, um die Machtfrage auf dieser Erde zu lösen.
Die Bibel sagt, dass einmal alle Menschen ihre Knie vor Christus beugen
werden (Phil.2,5-11). Wer Ihn abgelehnt hat, wird ewig verloren sein vor
dem heiligen Gott. Jesus Christus ist die größte und wichtigste
Persönlichkeit aller Zeiten. Er ist der Mann, der in kein Schema
paßt.
Napoleon, der große französische Feldherr und Kaiser, beschäftigte
sich in der Verbannung mit der Person Jesu Christi. Er schrieb 1821 auf
St. Helena: »Ich kenne die Menschen,
und ich sage Ihnen, dass Jesus kein Mensch ist. Seine Religion ist ein
Geheimnis, das für sich allein dasteht, und das von einer Einsicht
herrührt, die keine menschliche Einsicht ist ... Alexander der Große,
Cäsar, Karl der Große und ich haben große Reiche gegründet.
Aber worauf haben wir die Schöpfungen unseres Genies gestützt?
Auf die Gewalt! Jesus allein hat sein Reich auf die Liebe gegründet,
und heute noch würden Millionen Menschen für Ihn sterben ...
Ich sterbe vor der Zeit, und mein Leib wird der Erde wiedergegeben, damit
ihn die Würmer fressen. Das ist das Ende des großen Napoleons.
Welch mächtiger Abstand zwischen meinem tiefen Elend und dem ewigen
Reich Christi, das gepredigt, geliebt, gepriesen und über die ganze
Erde ausgebreitet wird.«
Sie können nun den Inhalt dieses Faltblatts nicht einfach
zur Kenntnis nehmen, ohne eine grundsätzliche Entscheidung zu treffen.
Es sei denn, Sie haben es bereits getan. Wenn Jesus Christus Gott ist,
und wenn er heute lebt, dann gibt es nichts Wichtigeres für jeden
Menschen, als Ihn kennenzulernen. Es gibt nämlich einen langen Zug,
der zur Hölle marschiert. Das sind diejenigen, die nie etwas gehört
haben, nie etwas gesehen haben und vor allen Dingen nie eine Entscheidung
getroffen haben. Aber Sie müssen sich entscheiden! Wenn Sie sich
nicht für Jesus entscheiden, dann entscheiden Sie sich automatisch
gegen Ihn. Er selbst hat gesagt: »Wer
nicht für mich ist, der ist gegen mich«. Bei Christus
gibt es keine Neutralität!
Friedrich Nietzsche schrieb als Sechzehnjähriger an
einen Freund über Jesus: »Ich
weiß, wenn ich Ihn nicht finden werde, werde ich keine Antwort auf
mein Leben finden.« Nun, wir wissen, wie Nietzsches weiteres
Leben verlief. Aber wenn Sie erkannt haben, dass Jesus Christus der einzige
Weg zu Gott ist, dann entscheiden Sie sich doch für ein Leben mit
Ihm. Sie brauchen Ihn im Leben und - erst recht - im Sterben. Er allein
kann Ihre Schuld vergeben. Er allein kann Ihrem Leben Sinn und Inhalt
schenken. Er allein - denn er ist das Leben in Person. Wenn Gott Sie durch
Sein Wort überzeugt hat, dann kehren Sie um von Ihrem bisherigen
Lebensweg. Beugen Sie Ihre Knie im Gebet vor dem Höchsten. Be-kennen
Sie Ihm alle Sünden, die Ihnen bewußt sind. Glauben Sie an
die reinigende Kraft des Blutes Jesu. Vertrauen Sie doch Ihr ganzes Leben
im Gebet Jesus Christus an. Der Sohn Gottes hat felsenfest versprochen,
dass Er niemanden abweisen wird, der zu Ihm kommt (Joh.6,37). Er verlangt
keine Vorleistungen. Er wird Sie annehmen wie Sie sind und durch die Kraft
des Heiligen Geist einen neuen Menschen aus Ihnen machen. Er hat einen
Plan für Ihr Leben. Jesus Christus kann und will etwas aus Ihrem
Leben machen zur Ehre Gottes. Was werden Sie mit Christus tun? Werden
Sie sich für Ihn öffnen?
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