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»Religion oder Evangelium?«
Nun bestreite ich die Nützlichkeit eines bibeltreuen Religionsunterrichts in keiner Weise, aber dennoch möchte ich Ihnen heute gerne aufzeigen, daß diese Leute irren, und daß zwischen Religion und Evangelium ein Riesenunterschied besteht. Ich lade Sie ein, meine Argumentation zu prüfen. Ich beginne mit einer positiven Aussage:
Aber nun frage ich Sie: Ist denn ein Mensch Christ, weil
er eine oder mehrere Gebetserhörungen erlebt hat? Ist er dann mit
Gott versöhnt? Ist er dann von seinen Sünden errettet? In keiner
Weise! Wenn ein Gebetswunsch in Erfüllung geht, dann ist das eine
prima Sache - aber es bedeutet nicht, daß der Beter dadurch Christ
geworden ist. Christ wird man nur durch Christus; d.h. indem jemand Christus
bewußt in sein Leben aufnimmt. Alles andere ist unverbindliche Religiosität! Schaun Sie, auch der religiöse Mensch kennt das Gebet.
Er kennt sogar viele Gebete. Doch ein Gebet ist ihm unbekannt.
Und das lautet so, wie das des Zöllners, der im Tempel ganz hinten
stand und betete: "Gott sei mir Sünder
gnädig!" Oder anders ausgedrückt: "Herr
Jesus Christus, rette mich von meinen Sünden, von meinem verlorenen
Leben, vom ewigen Verderben! Herr, rette mich!" Ein solches
Gebet kennt er nicht. Denn der religiöse Mensch ist in seinem
tiefsten Wesen ein selbstgerechter Mensch, der letztlich mit seinem
vermeintlich anständigen Leben vor Gott gerade stehen will. Liebe Leserin, lieber Leser, darf ich Sie an dieser Stelle persönlich ansprechen: Haben Sie schon einmal in der Haltung des Zöllners an Ihre Brust geschlagen? Sind Sie errettet von Ihren Sünden? Oder gehören Sie zu den religiösen Menschen? Wenn dem so ist, es muß nicht so bleiben!
Predigt ein bibeltreuer Verkündiger, dann hört
der religiöse Mensch das Evangelium. Ist aber ein Verkündiger
am Werk, der die biblische Botschaft verwässert, verdreht oder in
irgendeine bestimmte Richtung umdeutet, dann kann der bibelunkundige Hörer
nicht prüfen und erst recht nicht unterscheiden. Darum kann es vorkommen, daß ein religiöser Mensch
das eigentliche Evangelium gar nicht kennt, aber dafür religiöse,
eben von Menschen gemachte Gebote peinlich genau einhält. Es gibt
zum Beispiel liebe Leute, die glauben, wenn man bestimmte Sakramente empfangen
habe oder ein anständiges Leben führe, dann sei man Christ.
Solchen und ähnlichen verhängnisvollen Irrtümern verfallen
religiöse Menschen, weil sie die Heilige Schrift nicht kennen. Und Sie? Lesen Sie eigentlich in der Bibel? Nicht,
daß darin bereits das ganze Christsein liegen würde; und doch
sind Christen in aller Welt Leute, die das Wort Gottes lieb haben. Sie
haben automatisch, selbständig und täglich Umgang mit der Bibel
- es sei denn, sie können aus gesundheitlichen Gründen nicht
mehr darin lesen oder sie leben in Ländern, wo man ihnen die Heilige
Schrift weggenommen hat. Religion kommt ohne Bibel aus. Menschen des Evangeliums hingegen leben mit und aus der Heiligen Schrift.
Darum werden den Menschen in den Religionen steile Treppen
gezeigt. Der Mensch muß sich anstrengen. Gebote und Vorschriften
sind zu erfüllen, Leistungen sind zu erbringen, Verbote einzuhalten.
Das Tun des Menschen ist stark betont. Die Trennung von Gott durch
die Sünde soll Schritt um Schritt durch Anstrengen, Mühen und
Gutestun überwunden werden. Das Evangelium hingegen ist die frohe Botschaft: was dem
(alttestamentlichen) Gesetz und dem Menschen unmöglich war, das
tat Gott! Er hat den Himmel zerrissen, die Trennmauer der Schuld
zerschlagen und ist in Jesus Christus zu uns gekommen. Und als der am
Kreuz starb, hat er ausgerufen: "Es
ist vollbracht!" Das bedeutet: "Es ist getan!"
Das Evangelium hat fünf Buchstaben: g e t a n ! Denn die Botschaft Christi ist das Evangelium von der Gnade.
Darum kann niemand den Himmel verdienen! Der Himmel - die ewige Gemeinschaft
mit Gott - ist ein freies Geschenk, das Gott jedem gibt, der seine Bedingungen
erfüllt. Bedingungen? Also doch Leistung? Nein! Gott hat nur zwei
Bedingungen: Sie müssen vom bisherigen Weg umkehren und der Bibel
glauben! Jesus verkündigte: "Kehrt
um und glaubt an das Evangelium!" Das heißt, Sie müssen
mit Ihren eigenen Augen erkennen, daß Sie vor Gott ein Sünder
sind, der nichts zu bringen hat als einen Berg von Schuld. Und dann dürfen
Sie in Gedanken zu dem Kreuz kommen, an dem Jesus starb. Dort will Gott
Sie begnadigen, von Ihrer Schuld freisprechen und als sein geliebtes Kind
annehmen. Sind Sie dazu bereit? Religion lebt immer vom Tun. Das Evangelium jedoch ist die gute Nachricht, daß Jesus - auch für Sie - alles getan hat!
Ich möchte die folgenden Sätze besonders behutsam
formulieren, weil ich Sie, liebe Leserin, lieber Leser, nicht verletzen
will. Aber ist es nicht so? Das Kind ist erst wenige Wochen alt,
dann wird es getauft. "Es ist jetzt
kein Heide mehr," sagt sich der religiöse Mensch, "es
ist jetzt Christ!" Es ist zehn, zwölf, vierzehn Jahre
alt, da wird es gefirmt oder konfirmiert. Ein paar Jahre später folgt
die christliche Trauung, weitere "Sakramente" - und wenn alles
gut geht eines Tages die christliche Beerdigung. Soll einem bei soviel
Christlichkeit noch etwas fehlen? Doch jetzt kommt das große "Aber". Solche
Menschen sind gewiß christlich-religiös. Aber haben sie sich
jemals von ganzem Herzen zu Gott bekehrt? Sind sie errettet? Leben sie
in Religion beruhigt ohne Zweifel das Gewissen. Das rettende
Evangelium will Ihr Gewissen nicht beruhigen, sondern entlasten!
Die Bibel sagt: "Die Strafe liegt auf ihm (auf Jesus), damit wir Frieden hätten, denn durch seine Wunden sind wir geheilt." Vertrauen Sie dieser Aussage, und ihr Gewissen wird Frieden
finden! Religion beruhigt vorübergehend - allein das Evangelium vom stellvertretenden Tod Jesu kann Ihr Gewissen auf Dauer entlasten!
Verstehen Sie, manchmal bis zum Sterbebett hin: Reicht es
aus? Und dann gehen viele religiöse Menschen und Namenschristen in
eine für sie ungewisse Ewigkeit hinein. Ach, es ist einfach traurig, in keiner Religion gibt es Gewißheit. Allein das Evangelium ist voll strahlender Gewißheit. Mein lieber Leser, sind Sie eigentlich Ihres Heils gewiß? Wenn nein, warum nicht? Kann es sein, daß Ihr Leben noch gar nicht wirklich Jesus gehört? Christen können demütig, aber doch voller Überzeugung sagen: "Ich weiß, daß ich einmal zu Gott kommen werde, denn Jesus hat mich angenommen!"
Darum glauben Sie bitte dem Sohn Gottes! Religion führt
ins ewige Verderben - das Evangelium hingegen ist eine Kraft Gottes,
die alle rettet, die darauf vertrauen (Röm.1,16). Glauben heißt
V E R T R A U E N ! Verehrte Leserinnen und Leser, lassen Sie mich noch einmal
betonen: Ihre Religion rettet Sie nicht - aber Sie dürfen umkehren
zu Jesus! Gott erwartet keinen Kraftakt von Ihnen, sondern eine ehrliche
Gesinnung. Wenn Sie erkannt haben, daß Ihr bisheriges Leben mehr
oder weniger aus Religion bestand, und daß aber das ganze Evangelium
in der Person Jesu Christi zusammengefaßt ist, dann können
Sie gerade jetzt zu ihm kommen. Jesus hat so viel für Sie getan.
Er hat aus selbstloser Liebe sein Leben für Sie geopfert. Wenn
Sie diese Liebe erkennen, dann wird eine Beziehung zwischen Ihnen und
Christus entstehen. So war es auch in meinem Leben. Seitdem ich Jesus in mein
Herz aufgenommen habe, ist er die Mitte meines Lebens und Denkens geworden.
Ich möchte sogar sagen, daß ich ihn liebe. Ich habe ein persönliches
Verhältnis zu ihm und durch ihn zu Gott. Wollen Sie sich nicht auch für ein bewußtes Leben
mit Jesus Christus entscheiden? Er ist nur ein Gebet weit von Ihnen entfernt.
Wenn Sie den Ruf seiner Liebe gehört haben, dann können Sie
jetzt zu ihm beten: "Herr Jesus, ich danke dir für deine große Liebe. Du hast am Kreuz auch für mich alles getan. Darum will ich aufhören mit meiner Religion. Bitte rette mich von meiner Verlorenheit! Komm jetzt als Erlöser und Herr in mein Leben. Ich will von heute an deine Liebe bewußt erwidern. Ich will dir vertrauen und gehorchen. Amen."
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