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»Was hindert mich,
getauft zu werden?«
Warum gibt es dennoch in unserem Volk nur wenige, die in biblischer Weise getauft sind? Im Folgenden geht es um die m. E. häufigsten Hindernisse. Die allergrößte und wohl verbreitetste Barriere ist:
Liebe Leserin, lieber Leser, glaubst Du von ganzem Herzen?
Glauben heißt vertrauen. Hast Du Dein Leben Jesus Christus anvertraut?
Bist Du mit der Schuld und Verlorenheit Deines Lebens zu Ihm gekommen?
Ist er Dein Erlöser und Herr? Lebst Du in einer persönlichen
Beziehung zu ihm? Und bist Du bereit, alles zu tun, was er in seinem Wort
sagt? Dann glaubst Du. Dem biblischen Glauben geht immer die Umkehr voran
und folgt immer der Gehorsam nach. Der Glaube ist die einzige Voraussetzung
zur Taufe. Er ist unverzichtbar. Aus Gottes Sicht ist der Unglaube das
größte Hindernis, getauft zu werden. Wo kein Glaube ist, da
soll - nein, da darf gar nicht getauft werden. Darum macht die sogenannte
"Säuglingstaufe" gar keinen Sinn! Jesus Christus lehrt:
"Wer glaubt und getauft wird..."
(Mk. 16, 15-16). Der Glaube ist die Bedingung. Warum gibt es in unserem Volk nur wenige, die in biblischer
Weise getauft sind? Weil das große Hindernis des Unglaubens so viele
Menschen hindert! Ist unter den Lesern jemand, der noch nicht glaubt?
Dann habe ich ein wunderbares Wort für Dich: Jesus sagt: Wer
glaubt und getauft wird, der wird errettet werden. Das ist Herrlich!
So sehr hat Gott die Welt geliebt,
daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt,
nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe (Joh.3,16).
Aber ich habe auch ein ernstes Wort an Dich. Jesus mahnt: Wer
aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. Bitte wähle!
Welchen Weg willst Du gehen? Wir haben nun von dem ersten Hindernis gesprochen. Gott will nicht, daß Menschen ohne eine persönliche Beziehung zu ihm getauft werden. Den meisten Leuten steht darum ihr Unglaube im Weg. Jetzt kommen wir zu einer zweiten Gruppe. Was hindert denn diese Menschen?
Wir machen einen Sprung in das 20. Jahrhundert und betrachten
die Taufpraxis in den beiden Großkirchen. Die römisch-katholische
Kirche lehrt heute über die
Taufe folgenderweise: Die Tauflehre der Evangelischen Kirche lautet ähnlich: Lieber Leser, auch das ist Sakramentalismus! Ich persönlich
bin davon überzeugt, daß der Sakramentalismus eines der größten
Hindernisse für die echte biblische Taufe ist, und für viele
überdies eine geistliche Blockade zur Bekehrung und Wiedergeburt.
Warum sollte sich ein Mensch bekehren, dem von Kindesbeinen an gesagt
wird, er sei durch die Säuglingstaufe bereits Christ? Ein gesegneter
Evangelist sagte schon im letzten Jahrhundert: "In
Deutschland werden die Menschen von Geburt an in das Leichentuch der Säuglingstaufwiedergeburtslehre
eingehüllt." Aber die Sakramentalisten irren. Auch Martin
Luther lag an dieser Stelle falsch. Er löste sich nie ganz vom katholischen
Sakramentalismus und fiel später sogar teilweise wieder in denselben
zurück. Heute lehrt die römisch-katholische Kirche sieben
Sakramente, die neuapostolische Kirche drei, die evangelische Kirche
zwei, aber die Bibel lehrt nur ein Sakrament: Denn
der Lohn der Sünde ist der Tod; die Gnadengabe Gottes aber ewiges
Leben in Christus Jesus, unserem Herrn (Röm. 6,23).
Es gibt also lediglich ein heilbringendes Mittel. Es ist der Glaube
an den Herrn Jesus Christus. Lieber Leser, warst Du an dieser Stelle falsch informiert?
Dann glaube und gehorche der Heiligen Schrift und löse Dich vom evangelischen
oder katholischen Sakramentalismus! Laß Dich - an den Sohn Gottes
gläubig geworden - in biblischer Weise taufen! 3. Der Traditionalismus Was lehrt die Bibel über Glaube und Taufe? Wir gehen
im Überblick durch das Neue Testament und werden dabei eine sehr
wichtige Reihenfolge kennenlernen: 1. WORT 2. GLAUBE 3. TAUFE 4. WERK(E). Matth. 28,18-19:
Mir ist alle Macht gegeben im Himmel
und auf Erden. Geht nun hin (Wort) und macht alle Nationen zu Jüngern
(Glaube), indem ihr diese tauft (Taufe)..... und sie lehrt alles bewahren,
was ich euch geboten habe (Werk). Apg. 2,36-42: Das
ganze Haus Israel wisse nun zuverlässig, daß Gott diesen Jesus....
zum Herrn und Christus gemacht hat (Wort).... Die nun sein Wort aufnahmen
(Glaube), ließen sich taufen (Taufe), und es wurden an jenem Tag
etwa dreitausend Seelen hinzugetan. Sie verharrten aber in der Lehre der
Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten
(Werk). Apg. 8,5+12: Philippus
aber ging hinab in eine Stadt Samarias und predigte ihnen den Christus
(Wort)..... Als sie aber dem Philippus glaubten,..... (Glaube), wurden
sie getauft , sowohl Männer als Frauen (Taufe). - (Anmerkung:
keine Kinder!) Apg. 8,35-40: Philippus
aber tat seinen Mund auf....und verkündigte ihm das Evangelium von
Jesus (Wort). Als sie aber auf dem Weg fortzogen, kamen sie an ein Wasser.
Und der Kämmerer spricht: Siehe, da ist Wasser! Was hindert mich,
getauft zu werden?..... Er sprach: Ich glaube, daß Jesus Christus
der Sohn Gottes ist (Glaube). Und er befahl den Wagen anzuhalten. Und
sie stiegen beide in das Wasser hinab,... und er taufte ihn (Taufe). ...er
zog seinen Weg mit Freuden (Frucht / Werk). Apg. 16,14-15: Und
eine Frau mit Namen Lydia, ...die Gott anbetete, hörte zu, deren
Herz tat der Herr auf, daß sie achtgab auf das, was von Paulus geredet
wurde (Wort). Als sie aber getauft worden war (Taufe) und ihr Haus, bat
sie und sagte: Wenn ihr urteilt, daß ich an den Herrn gläubig
sei (Glaube), so kehrt in mein Haus ein und bleibt... (Werk). Apg. 16,30-34: Ihr
Herren, was muß ich tun, daß ich errettet werde? Sie aber
sprachen (Wort): Glaube an den Herrn Jesus (Glaube), und du wirst errettet
werden, du und dein Haus..... Und er nahm sie in der jener Stunde der
Nacht zu sich und wusch ihnen die Striemen ab (Werk); und er ließ
sich taufen und alle die Seinen sogleich (Taufe)..... und frohlockte,
an Gott gläubig geworden, mit seinem ganzen Haus. Die oben angeführten Gedanken finden sich zum ersten
Mal in Balthasar Hubmaiers Schrift Von
der christlichen Taufe der Gläubigen, die 1525 erschien.
Hubmaier mußte seine Taufe wie viele andere mit dem Leben bezahlen.
Christen, die damals die biblische Lehre von der Taufe erkannten und praktizierten
wurden oft in dem selben Gewässer ertränkt, in dem sie sich
hatten taufen lassen, oder sie wurden - wie Hubmaier - auf dem Scheiterhaufen
verbrannt. Es gehört wohl zu den traurigsten Kapiteln der Kirchengeschichte,
daß nach der Reformation Tausende von Gläubigen der sogenannten
Täuferbewegung von anderen Christen getötet wurden.
Wer erlaubt uns nun, die oben beschriebene Reihenfolge Wort
- Glaube - Taufe - Werk(e) umzudrehen? Charles Haddon Spurgeon spricht in seiner Schrift Das
Buch der Bilder und Gleichnisse sinngemäß von
einem Dienstmädchen, das die Anweisung erhält: Marie,
fege das Empfangszimmer aus, wische es feucht aus und dann wische noch
den Staub von Tischen, Stühlen und Büchern! Wie würde
wohl der Hausherr reagieren, wenn die Magd die Reihenfolge einfach auf
den Kopf stellen würde? Darum laß nie die biblische Ordnung
außer Betracht! Wenn Gott bestimmt: 1 - 2 - 3 - dann sage Du nicht:
3 - 2 - 1! Die biblische Reihenfolge lautet: hören, glauben und getauft
werden. Und was ist mit dem häufig propagierten "Scheckmodell"?
Seine Vertreter behaupten: Gott habe
in Christus die Erlösung vollbracht und buche sie bei der Kindertaufe
auf das Lebenskonto eines Kindes. Bei der Bekehrung hebe der Mensch den
Scheck ab, und die Taufe bekomme ihre Gültigkeit. Zugegeben,
das klingt menschlich sehr schön. Ich selbst habe diese Sicht leider
auch viele Jahre vertreten. Aber wo findet sich diese Theorie in der Bibel? Und wenn Du sagst: Aber
die Kindertaufe ist doch so eine schöne Gewohnheit...!
Cyprian erkannte bereits im 3. Jahrhundert n.Chr.: Gewohnheit
ohne Wahrheit ist ein durch Alter gesicherter Irrtum. Bitte,
lieber Leser, breche mit den alten Traditionen und Gewohnheiten und gehe
den neuen biblischen Weg! Aber die Schrift berichtet doch von Haustaufen;
könnten da nicht Kinder und Säuglinge dabei gewesen sein? Die
Antwort gibt eine genaue Betrachtung des Zusammenhangs der fünf betreffenden
Stellen: 1. Kornelius und sein Haus
(Apg.10): Getauft wurde, wer den Heiligen Geist empfangen hatte (V. 47,
48). Der Heilige Geist aber war zuvor auf alle gekommen, die dem Wort
zuhörten (V.44). Dies schließt
kleine Kinder und Säuglinge aus. 2. Lydia und ihr Haus
(Apg.16): Vers 40 zeigt, daß im Haus der Lydia Brüder
waren, also Menschen, die an Christus glaubten. Diese waren getauft worden. 3. Der Gefängniswärter
und sein Haus (Apg.16): Paulus und Silas predigten das Wort allen,
die im Haus waren (V.32). Der Wärter und seine Angehörigen wurden
getauft (V.33). Dann heißt es, daß sich sein ganzes Haus mitfreute,
daß er an Gott gläubig geworden war. Zum einen hätten
kleine Kinder und Säuglinge diese geistlichen Vorgänge nicht
erfassen können - schon gar nicht mitten in der Nacht. Zum andern
waren alle, die sich mitfreuten gläubig geworden. Ungläubige
hätten sich wohl kaum über eine Bekehrung gefreut - vor allem
nicht in einer Zeit, in der die Christusnachfolge den Kopf kosten konnte. 4. Krispus und sein Haus
(Apg.18): Vers 8 zeigt eindeutig, daß alle Hausgenossen dieses Synagogenvorstehers
alt genug waren, um glauben zu können, denn alle Getauften hatten
(aktiv) zugehört. 5. Die Familie des Stephanas
(1.Kor.1,16): Von dem selben Personenkreis wird in 1.Kor.16,15 gesagt,
daß sie sich in den Dienst der Heiligen gestellt haben. Kleine Kinder
und Säuglinge können das nicht. Fazit: Aus der Schrift ist deutlich zu ersehen, daß
es sich bei diesen Haustaufen ausschließlich um Menschen handelte,
die das Wort Gottes hören und glauben konnten, die sich über
ihre Errettung freuten und sich sofort in den Dienst des Herrn stellten.
Wenn Kinder dabei waren, so waren sie alt genug, um eine persönliche
Entscheidung zu treffen. Es steht nirgendwo, daß sie zur Taufe gebracht
wurden, sondern sie ließen sich taufen. Das ist ein großer
Unterschied! Wir fragten: Was hindert mich, getauft zu werden? 4. Der Ungehorsam Viele Gläubige sagen im Blick auf die Taufe: "Sie ist doch unbedeutend!" Bitte bedenke, daß die Taufe ein Gebot des Herrn ist! Wo es sich um den Willen Gottes handelt, gibt es nichts Unbedeutendes. Und wenn Du wirklich meinst, es sei nur eine Kleinigkeit, dann sei bitte im Kleinen treu! Denn wer im vermeintlich Kleinen nicht treu ist, wie will derjenige im Großen treu sein? Andere Christen argumentieren: Meine Bekehrung liegt schon Jahre oder Jahrzehnte zurück. Warum sollte ich mich nun noch taufen lassen? Der Bekenntnischarakter würde bei einer solchen Taufe freilich weitgehend wegfallen. Aber warum solltest Du nicht den Gehorsam gegen Gottes Wort nachholen? Und warum solltest Du nicht damit die Grundlage legen, um diese Lehre der Schrift zukünftig glaubhaft bezeugen zu können? Schließlich sagen viele Gläubige im Blick auf
die Taufe: "Ich weiß schon,
daß das in der Bibel steht, aber Gott muß es mir persönlich
zeigen!" Wie soll Dir Gott das zeigen? Ist es Dir nicht genug,
daß die Aufforderung zur Taufe und die Beispiele der Taufe Dutzende
Male im Neuen Testament stehen? Muß Dir der Herr für seine
anderen Gebote auch jeweils eine Extraoffenbarung geben? Kann es sein,
daß Du in diesem Stück einfach nicht gehorchen willst? In 1.
Sam. 15,23 steht ein erschütternder Satz: "Denn
Ungehorsam (Widerspenstigkeit) ist Sünde wie Wahrsagerei und Widerstreben
ist wie Abgötterei und Götzendienst." Widerstreben
ist deshalb wie Abgötterei, weil Du den Gott Deines eigenen Willens
über den Herrn stellst. Willst Du das wirklich? Dann ist Dein eigentlicher
Gott Dein eigenes Ich! Oder willst Du den Herrn nicht auch in diesem Stück
von Herzen gehorsam sein? Gehorsam bedeutet Anerkennung der göttlichen
Oberhoheit! Gehorsam bedeutet Aufopferung des eigenen Willens, und das
ist das Höchste, was Du Gott je opfern kannst. Zeit, Geld und Kraft
kannst Du auch bei einem teilweisen Gehorsam bringen. Aber nur ganzer
Gehorsam bringt ganzen Segen! Die Haltung einer reifen Christin hat mich einmal sehr gefreut.
Sie sagte mir im Blick auf die Taufe: "Ich
kann dem Herrn im Alltag oft nur schwach zeigen, daß ich ihm gehorsam
sein will (im Reden, in Gedanken, usw.). Aber in diesem Stück möchte
ich dem Herrn Jesus gerne meinen ganzen Gehorsam zeigen."
Dann ließ sie sich mit über 60 Jahren taufen. Willst Du das
nicht ebenso? Der Herr Jesus lehrte seine Jünger: "Wenn
ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten" (Joh.14,15).
Bitte folge Christus auch in diesem Stück nach, selbst wenn menschliche
Traditionen und Meinungen dagegen stehen. Scheue den eventuellen Prestigeverlust
nicht! Der Herr sagt: "Wie könnt
Ihr glauben, wenn Ihr Ehre voneinander nehmt?" Ist Dir die
Ehre und das Ansehen bei Menschen wichtiger als die Ehre bei Gott? Was hindert mich, getauft zu werden? Der Unglaube, das Vertrauen auf ein vermeintliches Sakrament, das Hängen an einer menschlichen Tradition, oder der Ungehorsam im Herzen? Bitte laß Dich nicht hindern! Sieh auf das Gebot und Vorbild des Herrn Jesus Christus! Er ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Betrachte das Leben der Apostel! Sie bezeugen einhellig die Taufe der Gläubigen durch Untertauchen. Laß Dich durch das Beispiel der ersten Christen ermutigen und tritt auf die Seite derjenigen, die Gottes Wort höher achteten als menschliche Traditionen. Bezeuge durch Untertauchen, daß Du mit Jesus Christus gestorben und auferstanden bist! Willst Du als Kind Gottes dieses herrliche Bekenntnis nicht ablegen? Der treue Herr gebe Dir Kraft und Mut dazu!
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